Die Schwerkraft ist diejenige der vier physikalischen Grundkräfte, mit der wir am besten vertraut sind. Sie sorgt dafür, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, und sie lässt die Erde um die Sonne kreisen. Gleichzeitig ist sie aber auch sehr viel schwächer als die anderen drei Kräfte (elektromagnetische Kraft sowie die starke und die schwache Kernkraft). BILD

Newton beschrieb als Erster die Gesetze der Gravitation. Einstein präzisierte die Theorie und interpretierte die Schwerkraft als eine Krümmung der Raumzeit. So elegant das war – Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie passt nicht sehr gut mit der Quantentheorie zusammen. Letztere beschreibt die Eigenschaften der anderen drei Kräfte auf der Ebene der Elementarteilchen. Die Quantengravitation will die beiden Theorien versöhnen und postuliert unter anderem, dass auch die Gravitation eine Art »Strahlung« ist, die durch Teilchen vermittelt wird, sogenannte Gravitonen.

Experimentell hat noch niemand ein Graviton nachgewiesen. Es müsste sich um ein masseloses Teilchen handeln, ähnlich dem Photon. Der österreichische Physiker Martin Tajmar erklärt seine experimentellen Ergebnisse damit, dass Gravitonen doch eine Masse hätten. Wenn das stimmte, müssten die heute akzeptierten physikalischen Gesetze revidiert werden.

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