Wie alle Kinder war ich neugierig und habe mir ständig Fragen gestellt: Warum ist der Himmel blau, die Banane krumm und der Grashüpfer nach zwei Minuten Unter-Wasser-Drücken immer noch am Leben? Aber die Erfahrung und Ratschläge meiner Eltern habe ich nie wirklich angezweifelt. Und wenn, dann waren die Diskussionen nach dem Argument »trotzdem« meist schnell beendet.

Als ich dann auf Deine Stimmt’s- Artikel gestoßen bin, hat mich das in ein neues Universum des Denkens katapultiert.

Wenn ich erfahre, dass man die Nase hochziehen und nicht putzen soll und dass Spinat nicht ganz so gesund ist , dann sind das nachträgliche kleine Siege in der großen Schlacht, die man gegen seine Eltern die ganze Kindheit über geführt hat. Und die hat jetzt erst richtig begonnen.

Auf dem Spielplatz wird jede Mutter, die ihrem Kind ein »Jacke an!« entgegenruft, gnadenlos aufgeklärt: »Keine Angst, krank wird man nur durch Viren und Bakterien! «

Das Lächeln des Kindes zeigt mir, dass ich ihm die von der Mutter indoktrinierte Angst nehme, das Gesicht der Mutter, dass es ihr anscheinend egal ist. Sie ruft: »Schantall, zieh die Mütze übern Kopf, es friert!«

Im Laufe der Zeit, nach immer mehr Lektüre dieser Art, hat dieses »Ihr irrt euch«-Denken, (und auch -Handeln) festen Einzug in meinen Alltag gehalten. Silvesterfeiern enden regelmäßig mit Diskussionen, die so anfangen: »Lass den Löffel aus der Flasche, bringt nix.« Ja, das habe ich gelesen, warte, ich such gerade den Artikel raus (und zitiere, dass die Überprüfung der Hypothese so schwierig ist aufgrund »der Unwahrscheinlichkeit, zwei halb leere Flaschen in einer relativ kleinen Region der Raumzeit zu haben«).

Wird über die Entwicklung des asiatischen Raums gesprochen und dass diese vielen Menschen mit einem Sprung die Erde verschieben könnten, kontere ich direkt damit, dass es höchstens ein Erdbeben der Stärke 4,5 sein wird . Hier sind ein paar Kopien des Artikels.