Die rund 3000 Soldaten der Bundeswehr sind zwar die größte Gruppe der Deutschen in Afghanistan, aber sie sind nicht die Einzigen. Es gibt die zivilen Mitarbeiter der Wiederaufbauteams, es gibt das Personal vom Deutschen Entwicklungsdienst und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, es gibt Geschäfts- und Medienleute, und vor allem gibt es die Mitarbeiter der NGOs. Alles in allem seien es "einige Hundert" Zivilpersonen, heißt es im Auswärtigen Amt. Exakte Zahlen kenne niemand - zwar werde in der Botschaft in Kabul, wie in anderen Ländern, eine "Deutschenliste geführt", doch sei niemand verpflichtet, sich dort einzutragen.

Längst werden auch zivile Aufbauhelfer zu Zielen der Terroristen. " Die Sicherheitslage hat sich in den meisten Regionen verschärft", sagt Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe, die in Afghanistan mit 20 deutschen und 600 einheimischen Mitarbeitern vertreten ist. Zwei deutsche Aufbauhelfer wurden bislang in Afghanistan ermordet.