Streikende Mitarbeiter, Sorgen um den hauseigenen Rentenfonds, Rüffel von der Wettbewerbsaufsicht British Airways hat bisher ein annus horribilis hinter sich. Doch nun soll alles besser werden. BA will expandieren und sich in die Konsolidierung des europäischen Marktes einmischen. Anfang der Woche gab das Unternehmen bekannt, sich einer Reihe von Beteiligungsgesellschaften anzuschließen, die eine Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Iberia vorbereiten. Das Konsortium unter Führung der Texas Pacific Group (TPG) hatte bisher ein inoffizielles Angebot von 3,4 Milliarden Euro für Europas viertgrößte Airline auf den Tisch gelegt. Ein tatsächliches Angebot ist wahrscheinlich.

Mit von der Partie sind außerdem drei spanische Private-Equity-Fonds, die am Ende mindestens 51 Prozent von Iberia halten würden.

Andernfalls würden die ertragreichen Südamerikarouten der Wettbewerbsaufsicht zum Opfer fallen. Schon jetzt hält BA zehn Prozent der Iberia-Aktien und ein Anrecht auf weitere 26,5 Prozent. Insofern ist es keine Überraschung, dass die Briten, die bisher zu-sahen, wie Lufthansa sich die Swiss sicherte und Air France mit KLM fusionierte, jetzt auf spanischen Kurs gegangen sind.