Albert Ostermaier (geboren 1967) ist ein Spracherhitzer unter den deutschen Dichtern. Seine Bilder sucht er in der Mythologie von Antike und Pop, er testet die Worte auf ihren Hitzegrad. Seine Verse brennen, glühen, verglimmen manchmal, sie erzählen vom Feuer der Liebe und von gefallenen Engeln - und stürzten zuletzt in die Kälteregionen des Film noir: "Polar" (Suhrkamp Verlag 2007 - 142 S., 20,80 Euro) findet im Kino von damals die Sprache unserer Zeit. Schockgefrorene Gegenwart