Friederike Mayröcker ist die Weiterdichterin, ist die Lebensprüferin, ist das Gedicht als Wegzehrung. Als es eine Avantgarde gab, war Mayröcker (geboren 1924) dabei - als die Avantgarde verblasste, dichtete sie sich experimentell am Dasein entlang, kullernd, schiebend, sprachmächtig. " Gesammelte Gedichte 19392003" (Suhrkamp 2004 - 855 S., 27,80 Euro) ist die Lebensbilanz einer Frau, die sich dem Alltag schreibend näherte, aber nur selten "ich" sagt