Liebe Leser, bitte gestatten Sie uns eine Stellungnahme in eigener Sache. Wir Öffentlichkeitsarbeiter, und da nehmen wir dieses Blatt nicht aus, sind keine Musterknaben. Wir tragen keine Samthandschuhe. Wir lieben die Wahrheit, und wir kämpfen für sie. Leider schießen einige Kollegen aus anderen Blättern gern über dieses Ziel hinaus. Diesmal war es die Zeitschrift mobil, das Magazin der Deutschen Bahn AG. Es ist ein tolles Magazin, aber das Netteste, was sich diesmal über mobil sagen lässt, ist, dass es pünktlich auf den Markt kam. Über die Züge, in denen Herr Mehdorn das Magazin auslegt, kann man das bekanntlich nicht behaupten. Reden wir nun zur Sache. Was mobil in einer Titelgeschichte über Deutschlands klügste Schauspielerin, unsere schöne Veronica Ferres, aufs Gleis gesetzt hat, das spottet jeder Beschreibung. Wir zitieren: In Veronica Ferres »Terminkalender ist selbst der ›Feierabend‹ notiert, damit sie nicht verpasst, ihrer fünfjährigen Tochter Lilli die Gutenachtgeschichte vorzulesen.« Liebe Kollegen von mobil: Diese Behauptung ist ein Skandal. Deshalb hier die Richtigstellung, verfasst von Frau Ferres persönlich, abgedruckt in Eurem neuen Heft: »Richtig ist, dass es im Terminkalender von Veronica Ferres keinen Punkt ›Feierabend‹ oder einen anderen Eintrag gibt, der sie daran erinnern soll, ihrer Tochter die Gutenachtgeschichte vorzulesen.« Unterschrift: Veronica Ferres. Diesen wohlgeformten Satz können wir im ganzen Umfang voll bestätigen. Frau Ferres denkt unaufgefordert und ganz von allein an ihre liebe Tochter Lilli. Dafür braucht sie keinen Terminkalender, nur sich selbst und Lilli. Und natürlich die erwähnte Gutenachtgeschichte. Im übrigen hat Frau Ferres ihre Tochter sehr lieb und ist eine gute Mutter, auch wenn Lilli einmal ungezogen ist und auf das Tischtuch kleckert. Inzwischen hat Frau Ferres auch wieder mehr Zeit für Lilli. Wie die liebe Veronica das alles schafft? Auch dieses Kunststück hat mobil seinen Lesern verschwiegen: »Die Werbe-Engagements für den erwähnten Stromkonzern sowie für Mode, Parfüms, Babynahrung und Klöße hat Frau Ferres seit geraumer Zeit beendet.« Genau, auch den Vertrag für dicke Klöße! Die kocht sie jetzt nur noch exklusiv für die kleine Lilli, denn Lilli liebt dicke Klöße, wenn ihre Mami sie kocht. Nicht zu fassen: Auch die Klöße sind von der mobil- Redaktion unterschlagen worden. Wie der Kellner im Speisewagen des ICE. Immer vergisst er die Klöße. Typisch Bahn. Finis