Von allen Spielarten der Popliteratur ist die KOOKbooks-Kultur weit entfernt; die Literatur wohlgemerkt, nicht das diskursive Phänomen, dessen Idealisierung trägt Züge gekonnter Markenarchitektur. Aber das sollte die ernsten Helden der Dichtung nicht kümmern. Daniela Seel macht das schon. Ihr Slogan lautet "Poesie als Lebensform". Sagen wir es noch einmal mit Monika Rincks klugem Love-Ding: "Wie flüssig die Verben sich bewegten, ›yes, yes, yes. Desire moves. Eros is a verb.‹ Und wie die Grammatik noch geklackert hat und ich alles hergenommen und überlängs gedengelt hab und die Schultern scheppernd tilteten wie beim Flippern und das Gestänge ölig war und geil und wies gestampft hat, ach – das war eigentlich das Beste, nicht wahr, Veronika?"

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