Woran denken Sie zuerst, wenn Sie "Europa" hören?

An eine Konstruktion, die uns die einmalige Chance bietet, über uns hinauszuwachsen, das heißt nationale Beschränkungen und Kurzsichtigkeiten zu überwinden. An ein Potenzial von Verschiedenheit, mit dem wir einander bereichern, menschlich und politisch, jenseits des alten Spiels der Macht- und Interessenkalküle.

Was war Ihre erste persönliche Erfahrung mit Europa?

Als Anfang der sechziger Jahre die Grenzkontrollen zwischen den drei Beneluxstaaten aufgehoben wurden, merkte man, dass etwas anfing zusammenzuwachsen. Das mulmige Gefühl, das selbst unbescholtene Bürger bei den Grenzkontrollen überkommt, war weg.

Warum ist es gut, dass Ihr Land zur EU gehört?

Ohne Einbindung in die europäische Integration wäre Luxemburg zu einem kaum überlebensfähigen Anachronismus geworden. Als Mitgliedsland kann es anderen vorleben, dass Bescheidenheit auch für einen Staat eine Tugend sein kann.

Womit kann oder wird Europa die Welt noch überraschen?