Wie oft werden ZEIT-Autoren noch den ärgerlichen Begriff "Antiamerikanismus" verwenden? Diesmal sind es Teile der britischen Bevölkerung, die mit dem Verdikt belegt werden. Das Absurde daran ist, dass der Autor eine angeblich undifferenzierte Bewertung amerikanischer Politik kritisiert und das mit einem Wort, das undifferenzierter nicht sein kann, setzt es doch jegliche Kritik an amerikanischer Politik, von grob-vorurteilsbehafteter zu legitim-differenzierter, mit einem ideologischen -ismus gleich, der im terroristischen Extrem Amerikas Auslöschung fordert. Großbritannien wurde von Blair mit Lügen in einen sinnlosen, von Amerika initiierten Krieg gezwungen. Das zu kritisieren ist gewiss nicht "antiamerikanisch" und Blairs überspitzte, aber verständliche Charakterisierung als Bushs Pudel nicht "leichtfertig".

Unterlassen Sie doch bitte in Zukunft die leichtfertige Verwendung des groben Begriffes "antiamerikanisch".

Robert Peters-Gehrke, Aachen