Überraschende Einblicke ins Leben amerikanischer Topmanager hat die sogenannte "Sonnenscheinregel" der US-Börsenaufsicht SEC eröffnet. Die Vorschrift, die die Unternehmen des Landes zu mehr Transparenz in Sachen Managervergütung verpflichtet, lieferte nun Erkenntnisse darüber, wie viel die Konzerne für den Schutz ihrer Vorstandsriege ausgeben. Spitzenreiter ist demnach Oracle. Der Softwarehersteller zahlte 2006 mehr als 1,8 Millionen US-Dollar für den Schutz des als streitlustig bekannten Vorstandschefs Larry Ellison. Auch das Onlinekaufhaus Amazon griff mächtig in die Tasche. Um Gründer und CEO Jeff Bezos vor Übergriffen und Störenfrieden zu schützen, wurden fast 1,2 Millionen US-Dollar investiert. Der schlingernde Detroiter Autobauer Ford wiederum ließ 2006 die Manager sowie Mitglieder der Familie Ford schützen für rund eine Million Dollar. " Die Vorteile dieser Sicherheitsprogramme überwiegen deren relativ geringe Kosten", schreibt der Konzern im Jahresbericht.

Dass es günstiger geht, zeigt Google. Dessen Gründer Larry Page und Sergey Brin halten anscheinend nicht viel von Personenschützern und anderen Sicherheitsvorkehrungen: Für Gründer Page gab der Suchmaschinenbetreiber im vergangenen Jahr gerade einmal 33000 US-Dollar aus, Brin verzichtete gänzlich auf professionellen Schutz.

Auch Christie Hefner, Erbin und Vorstandschefin des Playboy-Imperiums, kommt mit wenig Geld aus. Vergleichsweise magere 17000 Dollar ließ sich der Konzern ihre Sicherheit kosten.