Freiburg

Seit 25 Jahren kennt Wilfried Pfeffer aus Freiburg den Dalai Lama.

Seit sieben Jahren kennt der Dalai Lama auch ihn. Dafür musste Wilfried Pfeffer sehr hartnäckig sein. Inzwischen treffen sich die beiden zweimal im Jahr, um über Projekte zu sprechen, die Pfeffers buddhistische Gemeinde in Tibet fördert. Und Ende Juli wird Pfeffers Beharrlichkeit auf spektakuläre Weise belohnt. Sein Tibethaus wird durch einen Friedens-Stupa im Garten vervollständigt, einen buddhistischen Sakralbau , und Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama kommt eigens nach Freiburg, um seinen Segen dazu zu geben.

Ein eigenes Tibethaus, das ist ein alter Traum des Freiburger Buddhisten Pfeffer. Die Stadt bietet mit Heidegger, ihren Mentalheilern, 16 buddhistischen Gruppierungen, der Liberalität des nahen Frankreichs und dem badischen Wein einen idealen spirituellen Nährboden. Als Pfeffer vor sieben Jahren ein Haus für eine Million Euro angeboten wurde, sah er die Zeit für sein tibetisches Zentrum gekommen und lieh sich das Geld.

Der neue Friedens-Stupa hatte eigentlich optisch ansprechend im hinteren Teil des Gartens stehen sollen. Doch die Berechnungen des eigens eingeflogenen tibetischen Architekten sprachen dagegen. Und einem tibetischen Baumeister, der in seiner Heimat Stupas setzt wie geophysikalische Erdakupunkturnadeln und damit Erdbeben zu verhindern glaubt, widerspricht man nicht. Jetzt steht das neue Gebäude etwas unscheinbar nahe am Haupthaus. Nicht dass man in Freiburg die gelegentlich auftretenden Erdbeben übermäßig fürchtet, aber auch für spirituelle Erschütterungen ist eine optimale Aufladung mit positiver Energie wertvoll.

Die Segnung durch den Dalai Lama wird die Strahlkraft des Stupas zusätzlich erhöhen. Und wer weiß, vielleicht wird der 28. Juli 2007 um 11 Uhr vormittags zur Geburtsstunde der ersten buddhistischen Pilgerstätte Deutschlands.