Die Aufklärung der Schmiergeldaffäre bei Siemens gehört zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Vorstandschefs Peter Löscher. Der gebürtige Österreicher hat Erfahrung im Umgang mit Imagekrisen.

Zuletzt half er dem US-Pharmariesen Merck, als es um den Rückruf des Schmerzmittels Vioxx und die anschließende Klagewelle ging.

Bei Siemens lautet der Verdacht auf Korruption. Dabei geht es um mindestens 420 Millionen Euro. Verschiedene Manager des Konzerns gerieten bereits im vergangenen November ins Visier staatlicher Ermittler. Vor vier Monaten hat sich die US-Börsenaufsicht SEC eingeschaltet. Auch das US-Justizministerium zeigt sich inzwischen an dem Fall interessiert. Siemens ist an der New Yorker Börse gelistet und unterliegt deshalb den dortigen US-Vorschriften. Nach dem Foreign Corrupt Practices Act sind Schmiergeldzahlungen an Regierungen oder Manager im Ausland strikt verboten.