Mauersegler übertreffen mit ihren Flugkünsten und besonders ihrer Ausdauer alle anderen Vögel bei Weitem – auch die Schwalben, mit denen sie oft verwechselt werden. Mauersegler gehören aber zur Familie der Segler, während Schwalben Singvögel sind. Die Dauerflieger verbringen nicht nur die Nacht, sondern praktisch ihr gesamtes Leben in der Luft, in Höhen von bis zu 3.000 Metern – dort fressen sie fliegende Insekten, dort schlafen sie, und selbst der Mauersegler-Sex ist eine regelrechte Luftnummer. Nur zum Brüten suchen diese Flugkünstler wieder festen Grund auf.

Sie nisten meist in großer Höhe, in der Stadt vor allem in Dach- und Mauernischen. Wenn die Jungen flügge sind, heben sie ab und verbringen zwei bis drei Jahre in der Luft, bevor sie selbst ein Nest bauen. Die Füße des Mauerseglers sind verkümmert, er kann nicht von Ast zu Ast hüpfen wie andere Vögel. Dass ein am Boden gelandeter Mauersegler nicht aus eigener Kraft wieder starten könnte, ist allerdings eine Legende – auf ebenem Terrain schafft er das durchaus. Christoph Drösser

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