Frisch renoviert, wird die ehemalige Berliner Kongresshalle, seit dem Mauerfall Sitz des Hauses der Kulturen der Welt, zu ihrem fünfzigsten Geburtstag wiedereröffnet. Von Anbeginn galt der 1957 im eigenwilligen Stil der Nachkriegsmoderne konzipierte Bau (vulgo: schwangere Auster) als Symbol für das besondere Verhältnis zwischen Berlin und den USA. Mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen befasst sich auch das Jubiläumsprogramm, zu dessen Höhepunkten die Ausstellung New York – States of Mind zählt. 26 in New York lebende Kunstschaffende präsentieren ihre Stadt als Gesamtkunstwerk, nutzen Wolkenkratzer als Kulissen, die Straßen als Bühne und spielen mit uramerikanischen Legenden. So entsteht das Bild einer vitalen Metropole, die nach 9/11 aber auch lernen musste, Verletzungen zu ertragen. B.W.

24. August bis 4. November, täglich 10–18 Uhr, Eintritt 5 Euro. Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin, Tel. 030/39787175, www.hkw.de