4. Juni
Tokyo. Bin auf dem ersten Teil der Asientour zu meinem neuen Album In Between. Es ist schon komisch: Egal wo man hinfährt, Philippinen, USA, Mexiko, die Großstädte unterscheiden sich kaum. Nur in Japan ist alles anders: Architektur, Essen, die ganze Kultur.

10. Juni
Da bin ich wieder, zurück in Berlin. Die deutschen Gigs stehen an. Ich war lange nicht mehr in Hamburg, da werde ich auch gleich meine Mutter besuchen. Gerade war ja der G8-Gipfel. Das ist für mich nicht nachvollziehbar, was hier abläuft. Wie jemand der Meinung sein kann, mit Gewalt politische Inhalte vermitteln zu können, das ist mir ein Rätsel.

21. Juni
Neues aus der Welt des Clubbings. In Ibiza geht es gerade ein bisschen drunter und drüber. In einem Club wurden Substanzen gefunden, die sie besser nicht gefunden hätten. Das Lustige ist – das ist dann wahrscheinlich spanische Logik –, der Club, in dem das gefunden worden ist, darf weiter aufbleiben. Dafür darf das Amnesia, in dem ich die Sommersaison verbringen wollte, gar nicht erst öffnen. Es sieht so aus, als wenn ich heute Abend nicht in Ibiza sein werde.

27. Juni
Ich bin gerade in L.A. Video-Shoot für White Lies, das ist meine erste Single zusammen mit Jessica Sutta. Ich finde es ein bisschen eigenartig, was gerade in Großbritannien abläuft. Dass der eine Premierminister zurücktritt, er gleichzeitig die Empfehlung ausspricht für den nächsten und ihm einfach den Schlüssel in die Hand drückt. Müssten nicht eigentlich Wahlen stattfinden?

4. Juli
Ich freue mich, dass die Probleme in Ibiza gelöst sind, es kann jetzt mit der Ibiza-Saison losgehen. Oft werde ich gefragt: Wie gefällt dir Ibiza? Ich muss leider sagen, ich weiß es nicht. Ich komme relativ spät an und bin relativ früh wieder weg. Dieses ständige Unterwegssein ist anstrengend. Ich mach das nicht, weil ich rastlos und innerlich getrieben bin. Ich mach das, weil ich meinen Beruf liebe. Wenn ich nach meinem persönlichen Wunsch gefragt werde: Ruhe. Urlaub machen in einer Gegend ohne Funkverbindung und Blackberry.

19. Juli
Mexiko, Cancún. Für viele Leute ein Urlaubsort, für mich immer etwas stressiger. Andererseits auch schön, hier zu sein, hier haben meine Frau und ich 1999 geheiratet. Obwohl mittlerweile so viele Touristen hier sind, hat die Stadt immer noch einen der schönsten Strände. 1994 war ich zum ersten Mal hier und hatte zwei, drei Tage frei. Als Ex-Ossi war das für mich das erste Mal, dass ich so wahnsinnig türkisblaues Wasser gesehen habe. Morgen geht’s nach Mexico City.