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- Ruhe bewahren und bei dem Kranken bleiben; die meisten Anfälle sind nach ein bis zwei Minuten vorbei.

- Auf keinen Fall versuchen, den Betroffenen festzuhalten. Dabei könnten sich beide verletzen. Der Verlauf des Anfalls ist von außen nicht beeinflussbar. Darum unbedingt Gegenstände, an denen sich der Kranke verletzen könnte, aus dem Weg räumen (z.B. Möbel, Werkzeug)

- Muss der Betroffene aus einer Gefahrenzone (z.B. von der Straße) gebracht werden, so sollte man ihn am Oberkörper anfassen und nicht an den Armen ziehen, da er sich sonst das Schultergelenk ausrenken könnte.

- Dem Epilepsiekranken während eines Anfalls niemals Gegenstände zwischen die Zähne schieben, weil diese meist noch mehr Verletzungen anrichten.

- Wenn ohne Verletzungsgefahr möglich, eine weiche Unterlage unter den Kopf des Betroffenen schieben.

- Dauert der Anfall länger als fünf Minuten, einen Arzt benachrichtigen.

- Wenn die Krämpfe nachlassen, den Betroffenen in die stabile Seitenlage legen, damit der Speichel abfließen kann. In der Nachschlafphase nicht wecken.

- Tatenlose Beobachter bitten weiterzugehen. Denn wer nach einem Anfall erwacht, empfindet herumstehende Gaffer als unangenehm.

- Da jemand, der gerade einen Anfall hatte, wahrscheinlich verwirrt ist, sollte man ihn hinterher behutsam ansprechen und ausruhen lassen. Ersthelfer sollten so lange bei ihm bleiben, bis er wieder bei vollem Bewusstsein ist.

- Ist der Betroffene nach 30 Minuten noch immer verwirrt, einen Arzt hinzu holen.

(Quellen: Informationszentrum Epilepsie , Landesärztekammer Baden-Württemberg , "Ein beinahe fast normales Leben" , herausgegeben vom Ulmer Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene mit Epilepsie)