Bauer Dierk Voss aus Oesterwurth wetzt schon das Messer, denn der Tag des »offiziellen Kohlanschnitts« ist nah. Auf seinem Hof bei Wesselburen findet am 18. September, Punkt 10.30 Uhr, im Kreise regionaler Honoratioren und des schleswig-holsteinischen Finanzministers die Eröffnungszeremonie für die Dithmarscher Kohltage statt. Sechs Tage dauert das Erntefest, das mit Bauernmärkten und plattdeutschem Theater, mit Shantychor-Abenden und Blasmusik eine ganze Region in Feierlaune versetzt und ein Gemüse in den Mittelpunkt rückt, an dem sich immer noch die Geschmäcker scheiden. Absatzsorgen hat man deshalb nicht. Das raue Küstenland mit seinem wachstumsfördernden Nordseeklima und dem fruchtbaren, fetten Marschboden hat sich über die Jahre zu Europas größtem geschlossenem Anbaugebiet gemausert. Rund 80 Millionen Köpfe Rot- und Weißkohl, Wirsing-, Spitz- und Blumenkohl landen jährlich in den hiesigen Lagerhallen und später auf den Tellern der europäischen Nachbarschaft. Krauts? Durchaus kein Schimpfwort für die Dithmarscher Kohlbauern, eher eine Berufsbezeichnung. B.W.

18. bis 23. September in und um Brunsbüttel, Marne, Wesselburen, Heide, Büsum und Meldorf. Veranstaltungskalender unter Tel. 0481/2122555, www.kohltage-dithmarschen.de