Täglich beschallen Dutzende von Straßenmusikern Hannovers Innenstadt mit Gitarren, Panflöten und Saxofonen. Weil die Qualität des Vortrags mitunter zweifelhaft anmutet, fordert der CDU-Stadtrat Dieter Küßner nun den Eignungstest für Straßenmusiker durch eine fachkundige Jury. In London ist dieser Vorschlag schon Realität. Neben den überall gängigen Verboten für Verstärker und Holzblasinstrumente gelten in anderen Großstädten allerdings noch andere Regeln:

München: Hier sollte man nicht zu gut spielen, denn große Zuschauermengen führen zum Abbruch des Auftritts.

Wien: Straßenmusiker müssen 25 Meter Respektsabstand zu Kirchen halten. Von Beerdigungen haben sie sich ebenso fernzuhalten.

London: Um in der U-Bahn spielen zu dürfen, müssen Musiker ein jährliches Auswahlverfahren durchlaufen. Nur 259 Bewerber erhalten die Erlaubnis.

New York: Musizieren unter freiem Himmel ist in den USA ein Grundrecht. Die besten Plätze in der New Yorker U-Bahn sind allerdings den knapp 200 Teilnehmern des Music-Under-New-York-Programms reserviert.

Singapur: Das öffentliche Musizieren ist erst seit 1994 wieder erlaubt, allerdings nicht für Ausländer.

Kuwait: In Kuwait gilt Straßenmusik als Bettelei und wird mit Gefängnis bestraft.


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