Wann muss man den Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren? Das ist gesetzlich nicht eindeutig geregelt. Generell empfiehlt es sich, das Gespräch so früh wie möglich zu führen und dabei konkrete Vorstellungen über die Zeit nach der Geburt zu äußern. So bleibt genügend Zeit, um für beide Seiten eine gute Lösung zu finden. Wer sich auf eine neue Stelle bewirbt, muss von der Schwangerschaft nur erzählen, wenn Schutzvorschriften es der werdenden Mutter von Anfang an unmöglich machen, die Stelle anzutreten.

Was bedeutet Mutterschutz? Schwangere Arbeitnehmerinnen dürfen weder körperlich schwer arbeiten noch Nachtschichten einlegen oder mit Gefahrenstoffen in Berührung kommen. Bleibt unklar, ob der Arbeitsplatz gesundheitlich bedenklich ist, kann ein Arzt die Beschäftigung vorübergehend verbieten. In den letzten sechs Wochen vor der Geburt wird die Schwangere freigestellt; nach der Entbindung darf sie acht Wochen lang nicht arbeiten. Während dieser Frist erhält sie je nach Höhe des vorherigen Nettogehaltes pro Kalendertag maximal 13 Euro Mutterschutzgeld von der Krankenkasse sowie einen Arbeitgeberzuschuss.