Wer sein Auto auf einem der Parkplätze vor dem Google-Hauptquartier in Mountain View abstellt, 50 Kilometer südlich von San Francisco, findet immer einen Platz im Schatten. Denn er parkt unter Kaliforniens größter Fotovoltaik-Anlage. 9212 Solarpanels hat die Suchmaschinenfirma installiert – als Schattenspender über den Besucherparkplätzen und auf den Dächern von acht Bürogebäuden. »Mit 1,6 Megawatt Leistung decken sie einen ordentlichen Teil des Strombedarfs unserer 7000 Mitarbeiter«, sagt Dan Reicher, Leiter der Klimaschutzabteilung der Google-Stiftung, »jedenfalls dann, wenn die Sonne scheint.« Und das tut sie hier im Silicon Valley fast immer.

Lange Zeit war es Google egal, wie viel Strom der Betrieb und die Kühlung seiner Serverparks schluckten, Hauptsache, sie wurden möglichst schnell immer mehr. Doch vor zwei Jahren erkannten die Firmengründer den Schaden, den das Energieverschwender-Image anrichten könnte. Wie viel die Suchmaschine verbraucht, ist weiterhin Geschäftsgeheimnis, doch Google hat Hunderte Millionen Dollar in Energieeffizienz und Ökostrom gesteckt, ab 2008 will das Unternehmen seinen CO2-Ausstoß damit auf null senken.

Als enger Berater des Vorstands war Al Gore an den Entscheidungen beteiligt. Bei Apple, im 20 Kilometer entfernten Cupertino, sitzt der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Gore im Aufsichtsrat. Genau dazwischen, in Palo Alto, hat die von ihm gegründete Allianz für Klimaschutz ihren Sitz, sie erhält das 1,5-Millionen-Dollar-Preisgeld aus Oslo und fünf Prozent seiner Filmeinnahmen.

Jetzt heißt es nicht mehr small is beautiful wie zu Zeiten der Bioläden, Landkommunen und Kleinwindräder der ersten kalifornischen Umweltbewegung Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Heute wird Ökologie mit Hightech und intelligenter Elektronik verbunden.

Siehe Google: Vier Firmenwagen der Modemarke Toyota Prius wurden mit Zusatzbatterien und einem Laptop im Kofferraum zu sogenannten Plug-in-Hybridautos aufgerüstet, dem jüngsten Hype der kalifornischen Ökoszene. Sie speichern nicht nur, wie bei Hybridautos üblich, beim Bremsen und Bergabfahren Strom, sondern können auch beim Parken direkt vom Netz aufgeladen werden, zum Beispiel mit einem der Kabel, die überall vom Solardach des Besucherparkplatzes herunterhängen. Mit vollen Akkus haben die Plug-in-Hybrids dann ganz ohne Benzinverbrauch eine Reichweite von 50 Kilometern – genug für die meisten Berufspendler.

Der Stromfluss funktioniert in beide Richtungen. Wenn zur Mittagszeit alle Klimaanlagen auf Hochtouren laufen und Elektrizität in Kalifornien heiß begehrte Mangelware ist, lassen sich die Plug-in-Hybridautos zu Kleinkraftwerken umfunktionieren und speisen Batteriestrom zurück ins Netz. Bis zu 3000 Dollar im Jahr kann ein Autobesitzer mit dem Stromrückverkauf verdienen. 50000 zusammengeschaltete Plug-in-Hybridautos könnten eine Stunde lang ein ganzes Atomkraftwerk ersetzen. Bisher gibt es die Technik nur als Selbstbauanleitung, doch Toyota, General Motors und Ford haben Serienfahrzeuge angekündigt. »Das wäre natürlich eine Herausforderung für das Datenmanagement und damit ein Geschäftsmodell für uns«, sagt Dan Reicher, »wer einen guten Vorschlag dafür hat, kann sich bei uns melden.« Für die beste Idee hat Google gerade zehn Millionen Dollar ausgelobt.

Genau diese Mischung aus Hightech, Innovationsgeist und Risikokapital ist es, mit der auch Arnold Schwarzenegger Kalifornien zum Vorreiter des Klimaschutzes machen will. Vollmundig schwärmt der in Österreich geborene Bodybuilder, Hollywoodstar und Gouverneur vor jedem Mikrofon von einer »sauberen Umweltindustrie, die den Weg für unsere Nation und den Rest der Welt bereitet«. Ökologie soll kein Sparprogramm sein, ganz im Gegenteil. »Man kann ein fettes Muskelauto wie meinen Hummer fahren und trotzdem null Kohlendioxid ausstoßen«, behauptet der Exterminator. Strom aus erneuerbaren Energien, Biotreibstoffe und energieeffiziente Technik sollen es möglich machen: »Die Wirtschaft wird kein Feind, sondern ein Förderer des Umweltschutzes sein.«

Die Welt retten, ohne den geliebten Lebensstil zu ändern, und dabei auch noch reich werden: Mit dieser Vision stößt Schwarzenegger auf heftige Gegenliebe in der kalifornischen Bevölkerung – und auf ausgeprägte Skepsis außerhalb der USA. Vor einem Jahr hatte der Gouverneur AB32 verkündet (siehe Kasten S. 42), das »Erderwärmungs-Lösungs-Gesetz«. Um 25 Prozent soll der kalifornische CO2-Ausstoß danach bis 2020 sinken, pro Kopf sind das aufgrund der rasch wachsenden Bevölkerung etwas mehr als 35 Prozent. Bis 2050 sollen weitere 80 Prozent Einsparung folgen. Noch fehlen in den meisten Bereichen konkrete Vorschriften zur Umsetzung, trotzdem wäre es falsch, Schwarzeneggers Big-Business-Ökologie einfach ins Reich der Fantasie abzuschieben. »We made it once, we’re gonna make it again« – rund um das Silicon Valley ist diese Aufbruchstimmung überall zu spüren.

Der Siegeszug der Computerindustrie in Kalifornien soll sich jetzt mit Ökotechnologie wiederholen. Allein der Glaube daran hat im Westküstenstaat bereits einiges in Bewegung gesetzt. Zum Beispiel in Vacaville, einem Städtchen im Central Valley, dem fruchtbaren Zentrum Kaliforniens. 45 Niedrigenergiehäuser entstehen hier mitten in einer der typischen amerikanischen Suburbs mit ihren ausladenden Grundstücken, akkurat gestutzten Rasenflächen und 15 Meter breiten Teerstraßen. Einen sparsamen Eindruck erwecken die Zero Energy Homes selbst in dieser Nachbarschaft nicht, jedes ist mit Dreifachgarage und drei Badezimmern ausgestattet. Dazu kommt der letzte Schrei der Energiespartechnik: hochisolierende Fenster, viel Dämmstoff in Wänden und Decken, ein Lüftungssystem mit Wärme- beziehungsweise Kälterückgewinnung und auf dem Dach eine farblich dezent eingepasste Solaranlage. »Das sind Häuser, für die Sie sich wirklich nicht schämen müssen«, sagt Jeff Jacobs, der als Vorstandsmitglied von Meritage Homes, einem der größten amerikanischen Bauunternehmen, das neue Energiesparkonzept durchgesetzt hat. »Bei uns sind die Solarpanels kein architektonischer Schandfleck mehr.«

Sieben Häuser wurden in den ersten zwei Monaten verkauft, landesweit sollen es bald Tausende sein. Die Einsparmöglichkeiten bei der Stromrechnung und ein 2000-Dollar-Zuschuss vom Staat locken dabei weniger als das gute Image, das die Energiespartechnik derzeit ausstrahlt. Davon ist Jacobs überzeugt. »Selbst wenn jemand kein großes Bewusstsein mitbringt, spätestens beim Blick auf die online abrufbaren Verbrauchswerte wird er großen Stolz empfinden.«

Vis-à-vis der Musterhäuser schraubt Steve Keeter an seinem Geländewagen herum, von Beruf ist er Mechaniker. Dass seine Stromrechnung von Jahr zu Jahr deutlich steigt, hat er gemerkt. Dass er mit Energiespartechnik daran etwas ändern könnte, glaubt er – trotz des Vorbilds auf der anderen Straßenseite – nicht. »Gucken Sie, der Zähler läuft sowieso immer, dabei hab ich doch jetzt gar nichts an«, meint er. Am Ende der hell erleuchteten Garage brummt eine Gefriertruhe, aus dem Haus plärrt der Fernseher. Eine Solaranlage hätte Keeter schon gern, aber er hat gehört, dass die Anschaffung teuer und ganz furchtbar kompliziert ist.

Das stimmt. Neben verschiedenen Steueranreizen hat sich ein undurchschaubares Dickicht an Zuschussoptionen von Städten, Landkreisen und Energieversorgern entwickelt. Eine Website des kalifornischen Umweltministeriums listet 139 Förderprogramme auf. Völlig unmöglich ist es, die Amortisationszeit einer Solaranlage zu kalkulieren. Der Kunde hat die Qual der Wahl zwischen 81 verschiedenen Stromtarifen. Und anders als in Deutschland wird die erneuerbare Energie nicht zu festen Sätzen vergütet. Stattdessen läuft der Stromzähler während der Einspeisung einfach langsamer oder rückwärts.

Die absurde Folge: Je größer die Solaranlage auf dem Dach ist, desto weniger lohnt sie sich. Denn der Preis, den Kalifornier für ihren Strom zahlen, wird nach Verbrauch gestaffelt: Die ersten 300 Kilowattstunden im Monat kosten nur 13 Cent, wer mehr nutzt, zahlt bis zu 41 Cent pro Kilowattstunde. Wirtschaftlich lohnt sich eine Solaranlage deshalb nur als Ersatz für den Spitzenbedarf über 300 Kilowattstunden. Leistet sie mehr, sinken die Einsparungen; erzeugt sie sogar mehr Strom, als man verbraucht, erhält man dafür überhaupt nichts mehr. Deshalb wird noch nicht einmal ein Viertel der nach Südwesten ausgerichteten Dachflächen der Zero Energy Homes von Solarpanels geschmückt.

»Klar, die Regeln haben eine Macke«, gibt Eileen Wenger ohne Zögern zu. Die rotblonde Mathematikerin und Stellvertreterin der kalifornischen Umweltministerin Linda Adams kennt die Schwächen der Fördersysteme für erneuerbare Energien genau. Doch die eingefahrenen Regeln und das Denken der 4500 Mitarbeiter ihrer Behörde lassen sich nicht über Nacht auf die neuen politischen Prioritäten ausrichten. Trotzdem ist Wenger optimistisch: »Unser Ziel, in den nächsten zehn Jahren eine Million Solaranlagen auf kalifornische Dächer zu bringen, werden wir erreichen.« 350 Millionen Dollar hat der Bundesstaat dafür zur Verfügung gestellt, weitere 2,5 Milliarden müssen die Versorger zuschießen – finanziert durch einen Aufschlag von rund 15 Dollar pro Kopf und Jahr auf die Stromrechnungen. Für jeden Neubau soll die Solaranlage zur Pflicht werden.

Fotovoltaik bringt im sonnenreichen Kalifornien wesentlich bessere Erträge als in deutschen Schlechtwetterregionen, trotzdem kann die in der Bevölkerung so beliebte Technik nur einen geringen Beitrag zu Schwarzeneggers Klimaschutzzielen leisten. Selbst wenn die Solarstromproduktion um 25 Prozent pro Jahr wächst, deckt sie gerade ein Viertel des prognostizierten Nachfragewachstums. Errechnet hat das Mark Pinto, Technologiechef bei Applied Materials, einem der großen Hersteller von Maschinen zur Siliziumaufbereitung. Für ihn ist das eine gute Nachricht: Der Solarboom hat die von den Absatzproblemen der Computerindustrie gebeutelte kalifornische Siliziumindustrie wieder auf Wachstumskurs gebracht, und nach oben scheint es derzeit keine Grenze zu geben. Risikokapitalgeber pumpen Hunderte Millionen Dollar für die Entwicklung effizienterer Solarzellen in die Unternehmen des Silicon Valley.

Das schafft Arbeitsplätze und erfreut die Börsianer, macht Kalifornien aber noch lange nicht zum globalen Vorreiter des Klimaschutzes. Wäre es ein unabhängiges Land, würde es mit seinen knapp 36 Millionen Einwohnern in der Rangliste der Bevölkerungszahlen Platz 34, genau zwischen Tansania und Kenia, einnehmen. Beim CO2-Ausstoß liegt der größte US-Bundesstaat dagegen auf Platz 8, noch vor Frankreich, Großbritannien oder dem knapp 200-Millionen-Volk Brasiliens. Mit knapp 20 Tonnen CO2 erzeugt jeder Kalifornier rund doppelt so viel Treibhausgas wie ein durchschnittlicher EU-Bürger. Das wird, wenn die bereits beschlossenen Klimaschutzziele hier wie dort erreicht werden, auch 2020 noch so sein. Für Schwarzeneggers Trommeln auf die geschwellte Brust gibt es eigentlich keinen Grund.

Das sieht zum Beispiel Paul Ehrlich so. »Unsere Städte müssen komplett umgebaut und nicht mit Wasserstoff- oder Elektroautos noch weiter verstopft werden«, sagt der Stanford-Professor, der seit den sechziger Jahren vor einer Bevölkerungsexplosion warnt, »Autos sollten nur noch für den Urlaub da sein und für die erste Liebe.« Wem es wirklich um eine »Dekarbonisierung« der Gesellschaft gehe, der müsse in erster Linie auf öffentlichen Verkehr und radikale Veränderungen im Lebensstil setzen, nicht auf Solarenergie oder Biotreibstoff. »Selbst wenn wir die gesamte Maisproduktion der USA an unsere Autos verfütterten, deckte das nur 14 Prozent des heutigen Spritbedarfs«, sagt er unter Berufung auf eine Stanford-Studie.

Stoßstange an Stoßstange quälen sich großformatige Blechkisten mit je einem Insassen über die achtspurigen Einfallstraßen der Ballungsräume rund um San Francisco und Los Angeles. Um dem schlimmsten Stau zu entgehen, macht sich ein Fünftel aller Berufstätigen bereits vor sechs Uhr morgens auf den Weg zur Arbeit. Durchschnittlich 4,4 Liter Treibstoff verbraucht jeder Kalifornier am Tag – vom Baby bis zum Greis.

15 Prozent davon sollen ab 2020 aus erneuerbarer Quelle kommen, zehn Jahre später sogar ein Drittel. »Ich wäre sehr enttäuscht, wenn der Abschied vom Öl nicht schneller voranginge«, sagt Chris Somerville. Der Biologe hat gerade den größten je von der Industrie an eine Universität vergebenen Forschungsauftrag nach Berkeley geholt. Mit einer halben Milliarde Dollar fördert BP für die kommenden zehn Jahre die Erforschung und Entwicklung pflanzlicher Treibstoffe. ExxonMobil hat 100 Millionen Dollar an die benachbarte Stanford-Universität vergeben, und Chevron finanziert die Erforschung neuer Anbaumethoden für Energiepflanzen an der Universität in Davis, einem Vorort der Hauptstadt Sacramento.

Aus Hochschulen, die keinen Millionenscheck abbekommen haben, ist Kritik an diesen Industriekooperationen zu hören: Die Ölmultis wollten die Forschung monopolisieren und ihre Ergebnisse mit Patenten vereinnahmen – je nach Lesart entweder um den neuen Markt zu erobern oder aber um sich die Konkurrenz aus der Landwirtschaft möglichst lange vom Hals zu halten. Chris Somerville weist derartige Spekulationen entschieden zurück. »Die Verträge garantieren uns absolute Forschungs- und Publikationsfreiheit«, sagt er, »wir entscheiden ganz allein, wen wir einstellen und was wir tun.« BP werde lediglich eine eigene Forschergruppe »in räumlicher Nähe« platzieren, in der Hoffnung, vom engen Kontakt mit den Berkeley-Forschern zu profitieren. Ob das tatsächlich so in den Verträgen steht, ist unklar, sie sind nicht öffentlich.

Nicht wie bisher Maiskolben oder Soja, sondern Zellulose soll den Rohstoff für die neuen Biotreibstoffe liefern und mit gentechnisch passend gemachten Enzymen oder chemischen Syntheseverfahren aufbereitet werden. »Wir erwarten den zehnfachen Flächenertrag und werden das Erdöl allein über den Preis aus dem Markt drängen«, verspricht Somerville. Die tiefen Ringe unter seinen Augen haben nichts mit grundsätzlichen Zweifeln an dieser Strategie zu tun, sondern mit dem Stress der Bauplanung und der Suche nach geeignetem Personal für die Labors im neuen Institutsgebäude. Dies entsteht gerade oberhalb der Berkeley-Universität, mit spektakulärem Blick über ganz San Francisco. In einem Umkreis von 50 Meilen finden sich hier ein Dutzend Universitäten, 800 Biotechnologiefirmen und 40 Prozent der amerikanischen Risikokapitalgesellschaften und konkurrieren um die besten Köpfe.

Bis hinter die Golden Gate Bridge reicht der Blick vom Universitätsberg. Dort reifen Kaliforniens Trauben. Am Ende des Sonoma Valley zeigt die Winzerfamilie Benziger, wie daraus mit wenig Energie hochwertiger Wein wird. Das biodynamisch betriebene Weingut ist vom Demeter-Verband zertifiziert. Statt mit Herbiziden und Fungiziden werden Schädlinge hier von eigens gezüchteten Insekten und Vögeln vertilgt. Gedüngt wird mit Kompost, und die Weinfässer lagern nicht wie sonst üblich in einem klimatisierten Kühlhaus, sondern in langen Stollen unter dem Berg. Das spart Strom und senkt dank der höheren Luftfeuchtigkeit den Verlust von Wein durch Verdunstung.

Der riesige Vorzeigebetrieb ist von Gartenbaumeistern gestaltet und mit modernsten Maschinen ausgestattet, wieder keine Spur von small is beautiful . Der gutseigene Shop hat keine Weinflasche günstiger als 20 Dollar im Angebot. In Kalifornien gibt es viele, die sich das leisten können. Geduldig warten sie die achtmonatige Lieferfrist für einen Toyota Prius ab, schaffen sich für 100000 Dollar den vollelektrischen Tesla-Roadster als Drittwagen an, kaufen Solaraktien und bezahlen für jeden Urlaubsflug den entsprechenden CO2-Ablass an ein zertifiziertes Aufforstungsprojekt, damit es das erzeugte CO2 wieder einfangen möge – so geht Ökologie für Reiche.

Was das Klimaschutzprogramm für die Armen bedeutet, die stets als Erste unter steigenden Energiepreisen leiden und sich kaum durch die Anschaffung effizienterer Autos und Klimaanlagen vor den wachsenden Kosten schützen können, soll ebenfalls am neuen Energie-Biowissenschaften-Institut in Berkeley untersucht werden. 50 Millionen Dollar aus der BP-Förderung sind für die Erforschung der sozioökonomischen Folgen reserviert, die beim Umbau der Öl- zur Energiepflanzenwirtschaft auftreten können. »Politisch haben wir Rückenwind von allen Seiten«, sagt Institutsgründer Chris Somerville, »die Rechten machen sich Sorgen um die Energieversorgungssicherheit, die Linken wollen mehr Umwelt- und Klimaschutz, und die Mitte wittert das Riesengeschäft.« Vereint würden sie von der Überzeugung, dass der Abschied vom Kohlenstoff machbar ist: »Wir Kalifornier sind eben Optimisten.«