Eugène Atget dokumentierte die kleinen Dinge. Er nahm Treppenhäuser und architektonische Details ins Visier, widmete sich den Interieurs von Wohnungen und Geschäften und gab mit Fotos von Lumpensammlern und Freudenmädchen auch den nicht Vorzeigbaren ein Gesicht. Durch Paris und seine Umgebung zog der 1857 geborene Bildersammler mit einer schweren Plattenkamera und hielt fest, was er beachtenswert fand. Das war nicht wenig. 350 Aufnahmen aus seiner überreichen Kollektion sind jetzt in der Ausstellung Eugène Atget– Retrospektive zu sehen, die derzeit im Berliner Martin-Gropius-Bau läuft. Sie gibt einen Überblick über das Werk dieses leidenschaftlichen Chronisten und lädt ein zu einer spannenden Zeitreise in das alte Paris. B.W.

Bis 6. Januar 2008. Geöffnet Mi–Mo, 10–20 Uhr, Eintritt 7 Euro. Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin, Tel. 030/254860, www.martingropiusbau.de