Welches war der wichtigste Schritt zur Lösung des Energieproblems in den vergangenen Jahren?

Das waren gleich zwei Schritte: die Erhöhung der Energieeffizienz in konventionellen Kraftwerken und die rasche Entwicklung der Technik für erneuerbare Energien. So können wir mit geringerem Kohlendioxidausstoß Strom erzeugen.

Welchen Durchbruch erwarten Sie in nächster Zukunft?

Dass die erneuerbaren Energien wirtschaftlicher werden. Vor allem die Fotovoltaik muss billiger werden, aber auch die großen Windkraftanlagen. Die Preisschere zwischen fossilen und regenerativen Energien wird sich schließen, auch mit Hilfe von CO₂-Abgaben.

Was wissen Sie, ohne es beweisen zu können?

Dass bei den Klimaprognosen noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist. Und dass wir die Kohlendioxidemissionen nicht so schnell senken können, wie es die Politiker manchmal gern hätten.

Die Menschen haben allerhand versucht, um Energie nutzbar zu machen. Was war ihr größter Irrtum?

Sie dachten immer, es würde nichts Neues erfunden, man müsse mit dem Vorhandenen auskommen. Aber nach Holz kamen Kohle, Öl, Gas und die Atomkraft, jetzt die Windenergie. Trotzdem denken wir heute noch wie damals. Man muss optimistischer sein.

Auf welche Erfindung wartet Ihre Zunft am sehnsüchtigsten?

Auf einen Energiespeicher, der im großindustriellen Maßstab funktioniert.