In der Wüste Badain Jaran gibt es keine Wellenreitbretter zu kaufen. In diesem Teil der chinesischen Gobi surfen sie auf Kamelen. Das klingt vielleicht wie ein Witz, aber danach ist mir wirklich nicht zumute. Ich liege auf der höchsten Düne der Welt, als ich das Kamelsurfen zum ersten Mal sehe. Biluthu heißt dieser Berg aus Sand, und es waren beinahe 520 Meter von seinem Fuß bis zum Gipfel. Dort, den Aufstieg geschafft und zu allen Seiten diese grandiose Aussicht, ist ein perfekter Ort, um vollkommen glücklich zu sein. So wie meine Mitreisenden. Die umarmen sich, Jerôme ruft immer wieder "Boah!", obwohl er schon seit zwanzig Jahren durch Wüsten wandert. Sie machen Action-Fotos voneinander und teilen eiserne Keksrationen. "So schön, als tanzten wir durch eine Postkarte!", jauchzt Gesine. Da würde ich gern mitmachen.
China: Ganz große Düne
Nichts ist romantischer als ein Fußmarsch durch die Wüste Badain Jaran: Zelten unterm Sternenhimmel, Berge aus Sand erklimmen – und die Kamele tragen das Bier