Das CHE-Excellence-Ranking zeigt: In den Naturwissenschaften und der Mathematik schneiden deutsche Unis gut ab.

Im europäischen Vergleich haben deutsche Universitäten ihren Masterstudenten und Doktoranden viel zu bieten. Das zeigt ein neues europaweites Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Untersucht wurden die Fächer Physik, Mathematik, Chemie und Biologie.

Von 91 Fachbereichen, die es ins Spitzenfeld schafften, sind 21 an deutschen Unis angesiedelt, sieben davon in der Chemie, je fünf in der Mathematik und der Physik und vier in der Biologie. Vor Deutschland liegt nur Großbritannien, das mit 22 Fachbereichen im vorderen Feld zu finden ist. Im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl bringen es auch die Niederlande, Schweden und die Schweiz auf viele Spitzenreiter. Süd- und osteuropäische Fakultäten sind dagegen nur schwach vertreten.

Um herauszufinden, wie präsent ein Fachbereich in der Gemeinschaft der Wissenschaftler ist, zählten die Rankingmacher die in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften erschienenen Artikel. Außerdem ermittelten sie, wie oft die Wissenschaftler eines Fachbereichs von ihren Kollegen zitiert wurden. Eine Art "Promifaktor" unter den Messkriterien ist die Zahl der "meistzitierten" Wissenschaftler, die an einem Fachbereich lehren. Zudem wurde berücksichtigt, wie viele Projekte ein Fachbereich im Marie-Curie-Förderprogramm der EU hat.

"Absolute Gütesiegel können wir nicht vergeben. Wir glauben aber, dass unsere Kriterien für künftige Masterstudenten und Doktoranden bei der Wahl ihres Studienortes aufschlussreich sind", sagt der Projektleiter des Rankings, Uwe Brandenburg. Ein Ziel des Rankings sei es, Absolventen aus Europa zu Masterstudium und Promotion ins europäische Ausland zu locken. "Wir wollen aber auch Chinesen, Inder oder Amerikaner auf starke Fachbereiche in Europa aufmerksam machen."

Die Studie bietet den Nachwuchsforschern eine Fülle von Detailinformationen, zum Beispiel zur Internationalität der Lehrenden und Lernenden an einem Standort, sowie einen thematisch geordneten Überblick über mehr als tausend Forschungsgruppen – von den Bienenforschern der BEEgroup in Würzburg bis hin zur Baader-Group an der ETH Zürich. Letztere bietet keinen Anlass zur Sorge: Ihre Mitglieder beschäftigen sich mit Mathematik.

Die detaillierten Ergebnisse des CHE-Excellencerankings erscheinen am 5. Dezember in ZEIT Campus, dem Studentenmagazin der ZEIT. Sämtliche Informationen sind von diesem Datum an auch im Internet nachzulesen: www.excellenceranking.org