Im Darm verbirgt sich ein großes Rätsel. Er muss die Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufnehmen, aber die Gifte, die darin stecken, passieren lassen. In ihm leben Milliarden nützlicher Mikroben, doch er muss auch mit gefährlichen Bakterien und Viren fertig werden.

Wie die Immunverteidigung im Darm Nahrungsmoleküle und gesunde Darmflora von Giften und gefährlichen Erregern unterscheidet, haben Timothy Denning und seine Kollegen von der Emory University in Atlanta mit der Immunfluoreszenz-Mikroskopie untersucht.

In den Zotten der Dünndarmschleimhaut von Mäusen (blau) entdeckten die Wissenschaftler verschiedene Populationen von Immunzellen (grün und rot). Sie vermuten, dass diese Zellen an der Kontrolle der Immunreaktion im Darm beteiligt sind. Sie verhindern wahrscheinlich, dass sich Antikörper und Killerzellen gegen Nährstoffe und die Darmflora richten. Defekte in diesen regulierenden Zellen könnten daher bei Autoimmunerkrankungen wie der Darmentzündung Morbus Crohn eine Rolle spielen.