Der Name "Verbotene Stadt" klingt verlockend, denn nur das Verbotene lockt uns. Es lockt inzwischen Millionen, und wer diesen unfassbar weitläufigen Palast in Peking je besichtigt hat, wird nie allein gewesen und deshalb vielleicht froh sein, sich dies alles, also das kaiserliche Peking mit seinen zahlreichen Palastanlagen, von denen die "Verbotene Stadt" nur eine ist, noch einmal in Ruhe betrachten zu können, in diesem schönen Band, dessen Bilder nicht alle von gleicher Qualität (nämlich von verschiedenen Fotografen) sind, was übrigens auch für die zuweilen etwas unbeholfen formulierten Texte gilt. Das tut dem opulenten Gesamteindruck keinen Abbruch, und gerne vertieft man sich in die sorgfältig aufgeschlüsselten Details, wie etwa in den Anblick dieser streng-schönen Dame, die den Namen Ling trug und später, als ihr Sohn Kaiser wurde (sie starb 1775), posthum zur Kaiserin Xiaoyi Chun ernannt wurde. Das Bild schmückt den "Palast des Ewigen Frühlings", Teil der "Westlichen Sechs Paläste". Der Band versammelt übrigens viele Bilder, die der normale Reisende während der üblichen Besichtigungen nie zu sehen bekommt. Grn.