Auch beim Schach gibt die Jugend immer mehr den Ton an. Die 17-jährigen Magnus Carlsen (Norwegen) und Sergei Karjakin (Ukraine) gehören bereits zur Weltspitze, während ein 39-jähriger deutscher Großmeister bei einem Turnier schon als Altmeister tituliert wird. Unwiderruflich vorbei die Zeiten, als ein 65-jähriger Emanuel Lasker noch zur Weltspitze gehörte und Mihail Botwinnik mit über 50 Jahren noch Weltmeister war.

Doch zuweilen scheinen auch heute noch manche das Rad des Alterns etwas anhalten zu können. So wie der Inder Viswanathan Anand, der vor Kurzem souverän die Weltmeisterschaft in Mexiko für sich entschieden hat, und der Ukrainer Wassili Iwantschuk, der sich auf seine "alten Tage auf den zweiten Platz in der Weltrangliste emporkatapultiert hat, indem er heuer ein Turnier nach dem anderen gewann.

Und beiden dieser 38-jährigen "Altmeister" werden diese Erfolge in der gesamten Schachwelt uneingeschränkt gegönnt – Anand seines Humors und seiner freundlichen Bescheidenheit, Iwantschuk seiner liebenswerten Skurrilität wegen. Er singt schon einmal im Aufzug eines exquisiten Hotels in Monaco inmitten von höchst verwunderten älteren Damen vor Begeisterung über eine gerade geglückte Schachkombination – und er schaut nahezu immer weltverloren, nicht nur am Schachbrett. Aber er spielt auch abends nach seinen Turnierpartien mit irgendwelchen kubanischen Knirpsen ohne irgendwelche Allüren Blitzschach – sie lieben ihn dort.

"Natürlich" gewann er auch heuer das Capablanca-Memorial in Havanna mit Vorsprung.

Mit welch durchschlagender Kombination gewann er als Schwarzer gegen Kubas Spitzenspieler Lazaro Bruzon?

Helmut Pfleger

Lösung aus Nr. 49:
Wie setzt Weiß am Zug in sieben Zügen matt, ohne vor lauter Gegenschachs verrückt zu werden? Er muss erst seine Türme opfern, um Gegenschachs nach dxe1+, z. B. 1.Sf4 Sa8+ 2.Ka5 dxe1D+ 3.Txe1 Lxf4 etc. zuvorzukommen, also 1.Th1+ Kg6 2.Th6+! Kxh6 3.Th1+ Kg6 4.Th6+! Kxh6 5.Sf4 Sa8+ 6.Ka5!, und das Matt im nächsten Zug durch 7.Sf7 oder (nach 6…e5) 7.Sf5 ist nicht zu vereiteln