Mitten im kalten Winter blüht und grünt mehr als nur ein Blümelein so kleine im grauen Ostfriesland: Schlichtweg das Paradies soll man in diesen dunklen Wochen in der Hafenstadt Emden finden. Um nach 20 Monaten Umbau die Neueröffnung der renommierten Kunsthalle Henri Nannens zu würdigen, wird mit rund 200 Werken von mehr als 100 Künstlern der Garten Eden in einer Sonderausstellung zur Schau gestellt. In acht Kapiteln zu Themen wie "Archiv und Ordnung", "Locus amoenus" oder "Der Garten als Labor" geben Gemälde und Fotos, Skulpturen und Installationen auf die unterschiedlichste Art Zeugnis vom Garten in der Kunst seit 1900 – ob nun als Hort der Utopien, heiliger Hain oder wilde Natur. Natürlich sind die modernen Klassiker vertreten wie Claude Monet und Emil Nolde, Paul Cézanne und Paul Klee, Lovis Corinth und Max Liebermann, aber auch Zeitgenossen von Cecily Brown über Izima Kaoru zu Peter Fischli & David Weiss tragen ihre Sichtweise bei. Unser Bild zeigt einen im Jahr 2003 entstandenes Werk von Scott McFarland mit dem Titel "Inspecting. Allan O'Connor searches for botrytis cinerea". Für Gärtner: Es geht um die Suche nach Grauschimmel. PUT

"Garten Eden", bis 30. März 2008, Kunsthalle in Emden, Dienstag 10–20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 10–17 Uhr, Wochenende und Feiertag 11–18 Uhr, 23., 24., 25. und 31. Dezember geschlossen, Eintritt: 10 Euro, Katalog 35 Euro, Auskunft: Tel. 04921/975050, www.kunsthalle-emden.de