DIE ZEIT: Herr Thalhofer, wie oft hatten Sie während Ihrer Reise Sex?

Florian Thalhofer: Ich habe eine Freundin und hatte in Amerika gar keinen Sex.

ZEIT: Welche Drogen haben Sie während der Tour genommen?

Thalhofer: Auch da muss ich passen. Hätte ich welche nehmen sollen?

ZEIT: In Kerouacs Kultbuch On the Road nehmen doch alle etwas zu sich. Ein Tütchen Marihuana, einen Schuss Morphium, ein Glas Martini oder ganz einfach einen Schluck Schnaps.

Thalhofer: Heute sind die Amerikaner auf Methamphetamin. Ich war erstaunt, wie viele Leute von dem Zeug abhängig sind. Egal, wo ich hinkam. Man wird davon superdürr, verliert die Zähne und vor allem den Verstand. In Paris, Texas, habe ich mich mit einem Mädchen unterhalten, das die Droge jahrelang genommen hatte. Es war stolz, clean zu sein, erzählte mir jedoch gleichzeitig, dass es die Jungfrau Maria sei.

ZEIT: Sie sind wie Kerouac in New York gestartet, jedoch nicht der Spur des Autors zur Westküste gefolgt. Und Sie sind auch nicht getrampt oder mit dem Greyhound, sondern mit dem Motorrad gefahren.