»Möglichst treu und eindringlich das Eigengeschaute zum Ausdruck zu bringen«, das war ihr Streben. »Jeder bebaue seine Scholle«. So erklärten sie den Namen ihrer Vereinigung Die Scholle . Mit Heimatkunst indes wollten sie nichts zu tun haben. Die zwölf jungen Künstler, die an der Münchner Akademie studiert hatten und allesamt für das bekannte und auflagenstarke Wochenjournal »Jugend« arbeiteten, sahen ihre Werke durchaus auch revolutionär. Die Brücke, der Blaue Reiter sind mit ihren Bildern bis heute vor Augen, die Scholle indes geriet in Vergessenheit. Landschaften, Akte, Fantasiebilder, aber auch Mobiliargestaltungen, die zwischen 1899 und 1911 von Künstlern wie Gustav Bechler, Fritz Erler, Adolf Münzer, Leo Putz, Franz Wilhelm Voigt oder Robert Weise geschaffen wurden, sind nun im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt zu sehen – Kunst zwischen Jugendstil, Symbolismus, Reformbewegung und gekonnter Illustration. put

»Die Scholle«, bis 1. Juni; Museum Georg Schäfer, Brückenstraße 20, Schweinfurt; geöffnet Di–So 10–17 Uhr, Do 10–21 Uhr, Eintritt: 7 Euro, Katalog 49 Euro; Auskunft: Tel. 09721/51920, www.museumgeorgschaefer.de