Die Frauen sind wütend. Weil mit Wörtern wie »Gebärmaschine« und »Herdprämie« noch immer über ihre Köpfe hinweg gesprochen, geurteilt und bestimmt wird. Weil den Frauen immer noch nicht die Hälfte der Macht gehört. Also schreiben Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl ein Buch. Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht. Die Alphamädchen wollen alles, aber alles anders als bisher: Schminken, High Heels, Kinder, Karriere. Sex, wann und mit wem man will. Pornos schauen. Sexy anziehen. Aber bitte kein Objekt sein!

Sie feiern die Schauspielerin Lindsay Lohan und die Sängerin Amy Winehouse dafür, dass sie Erfolg haben, saufen und »jede Menge Typen« aufreißen. Bitte? Amy Winehouse ist untergewichtig, Crack-abhängig und dem Tode nicht fern. Lindsay Lohan ist Alkoholikerin. Die Frauen sind Gestrandete. Aber egal, denn: »kulturell sind diese Frauen von ungeheurer Bedeutung.«

Spaßig und lässig soll alles sein, aber ist nur geschwätzig

Die Alphamädchen wollen den alten FBegriff neu »zurechtzimmern«.

Klingt mehr nach mieser Renovierung, aber was solls, denn: »Wir sind viel zu verliebt in den Feminismus. Wir finden junge Frauen cool, die sagen Wir sind Feministinnen und zeigen den Bedenkenträgern lieber den Mittelfinger.« Spaßig und lässig soll der Feminismus sein.

Unkonventionell. Stattdessen kommt er geschwätzig daher, das Geschriebene ein einziges lautes Denken. Verliebten traut man vieles zu. Nur eben keine klaren Gedanken.

Zu allem haben Haaf, Klingner und Streidl was zu sagen: Pferdemädchen, Pille. Haarentfernung, Frauenquote, One-Night-Stands, Pubertät, dem »guten alten Phallus«, nichts daran ist neu, vieles aber zu simpel.