Drei Milliarden Menschen arbeiten

Von wegen Ende der Arbeit: Immer mehr Menschen sind erwerbstätig. Nach Angaben der UN-Agentur International Labour Organization (ILO) waren 2007 knapp drei Milliarden Menschen als Arbeiter, Angestellte oder Selbstständige beschäftigt eine halbe Milliarde mehr als vor zehn Jahren. Allerdings wuchs auch die Weltbevölkerung, der Anteil der Arbeitenden blieb fast unverändert. In Ländern wie Korea, Taiwan oder China sind besonders viele berufstätig. Laut ILO arbeiten 72 Prozent aller Einwohner Ostasiens. Dagegen sind die Werktätigen in Nordafrika (etwa Marokko, Algerien, Tunesien) in der Minderheit: Sie machen dort nur 45 Prozent der Bevölkerung aus. In den sogenannten entwickelten Ländern (Westeuropa, Nordamerika oder Japan) arbeiten 56 Prozent aller Einwohner.

190 Millionen Menschen sind ohne Job

Seit 1997 stieg die Zahl der Arbeitslosen auf dem Globus von 165 Millionen auf 190 Millionen. Trotzdem sank die Arbeitslosenquote, denn die Zahl der Beschäftigten wuchs schneller als das Arbeitslosenheer.

2007 waren 6,0 Prozent der weltweiten Erwerbsbevölkerung arbeitslos.

Am weitesten verbreitet ist Arbeitslosigkeit im Iran, im Irak und in anderen Ländern des Mittleren Ostens dort hat jeder Achte keinen Job. Am niedrigsten sind die Zahlen in Ostasien, wo nach ILO-Angaben nur jeder 30. ohne Broterwerb ist (Industriestaaten: jeder 16.). Zwar ist die Furcht vor Globalisierung und Jobverlagerung in Billiglohnländer verbreitet, doch die Arbeitslosigkeit in den Industriestaaten sinkt seit zehn Jahren. Die EU erwartet in diesem Jahr sogar die niedrigste Quote seit mehr als 20 Jahren.

Welcher Wert pro Stunde produziert wird