Wir haben Kerkelings Roman "Ich bin dann mal weg" unter verschiedenen Aspekten verglichen mit Prechts Buch "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?"

Vergleichen Sie, was beide Autoren zu den wichtigen Dingen des Lebens zu sagen haben und stimmen Sie hier ab, welche Ansichten Sie mehr überzeugen.

Gott
Kerkeling: Egal ob Gott eine Person, eine Wesenheit, ein Prinzip, eine Idee, ein Licht, ein Plan oder was auch immer ist, ich glaube, es gibt ihn! Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film (…), mehrfach preisgekrönt(…)

Precht: Es liegt geradezu in der Natur der Sache, dass Gott nicht erkannt werden kann, sondern nur – wie auch immer – erfahren wird, oder eben nicht.

Denken
Kerkeling: Ich versuche jetzt mal, meinen Kopf abzuschalten. Klick, ich mache ihn jetzt aus (…). Stop! Nicht denken, heute mal nur Herz!

Precht: Wer seinen Geist nicht beschäftigt, sorgt dafür, dass er schrumpft; ein Prozess, der gewöhnlich mit Gefühlen der Unlust einhergeht. Antriebslosigkeit mündet deshalb schnell in Depressionen(…)

Vorwärtskommen
Kerkeling: Es ist schwer, jemanden zu finden, der in einem ähnlichen Takt über den Weg tanzt (…). Erst muss man sich seines eigenen Tempos ganz sicher sein und kann sich dann vielleicht jemandem anschließen. Die Pilger sind, fühlen und denken, wie sie laufen.

Precht: Warum leben manche mit einer so erstaunlichen Routine, dass es schwerfällt zu glauben, sie lebten zum ersten Mal? Warum irren die meisten von uns irgendwie vorwärts? Möglicherweise liegt das nicht daran, dass die einen mehr vom Glück verstehen (…). Die routinierteren Lebenskünstler sind nicht immer die glücklicheren.