D as Puschkinhaus von Andrej Bitow, das endlich in einer gerade preisgekrönten deutschen Neuübersetzung vorliegt, ist eines der bekanntesten Werke der russischen Nachkriegsliteratur. Sein Autor, der heute 71-jährige Bitow gehört zur Tauwetter-Generation, den so genannten Sechzigern. Er schrieb Das Puschkinhaus in den Jahren 1964 bis 1971, in der sogenannten "Post-Tauwetterzeit" – der Beginn der tristen spätsowjetischen Ära war bereits spürbar. Das Werk galt lange als Meilenstein der russischen Postmoderne. In der vergangenen Woche erhielten der Autor und seine deutsche Übersetzerin Rosemarie Tietze den "Brücke Berlin"-Preis.
Roman: Herrlich aufgeblähte Nullen
"Das Puschkinhaus" von Andrej Bitow – ein Klassiker der modernen russischen Literatur in einer preisgekrönten neuen Übersetzung