Bien sûr! Man kann das ein bisschen dicke finden (zumal wenn man selbst nur ein mickriges Brandenburger Tor daheim hat): Der ganze Eiffelturm beleuchtet für ein halbes Jahr Ratspräsidentschaft, all die großen Gesten des kleinen Mannes an der Spitze der Grande Nation. Und, ja: Eitelkeit scheint die stärkste Triebkraft in der Politik des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zu sein – aber sind Trieb und Kraft nicht vonnöten dieser Tage? Nach der EM ist nun wieder EU, der Reformvertrag abgelehnt von den Iren, kontinentales Zögern und Zaudern. Soll man da mit ein bisschen Gefunzel starten? Sich mit einer Taschenlampe auf den Weg begeben? Der Letzte macht das Licht aus? So denken wir Deutschen. Monsieur Sarkozy will Glanz für sich. Vielleicht bleibt ja ein kleines Glimmen für Europa. hsu

Heute: 1.7.2008

Foto: Lucas Dolega/EPA/dpa