Bohuslav Martinu: Violinkonzert Nr. 2,

Toccata e due Canzoni

Bohuslav Martinů ist neben Smetana, Dvořák und Janáček der vierte Säulenheilige der tschechischen Musik. Trotzdem wartet er auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod noch vergeblich auf Einlass in die Konzertsäle. Sein 1943 komponiertes zweites Violinkonzert strotzt vor mitreißendem Elan und süffigen Lyrismen. Die Geigerin Isabelle Faust hält mit schlankem, strukturklarem Ton ein fulminantes Plädoyer für diese große Musik. Und in Toccata e due Canzoni, einem nur vordergründig neoklassisch heiteren Concerto grosso, entdeckt der französische Pianist Cédric Thiberghien mit den Prager Philharmonikern die irritierenden, motorisch ins Leere laufenden Züge.

Isabelle Faust (Violine), Cédric Thiberghien (Klavier), Prager Philharmoniker, Ltg. Jirˇí Beˇlohlávek; harmonia mundi 901951