Markenklamotten, ein Handy oder Klavierunterricht – das können nicht alle Eltern in Deutschland ihren Kindern bezahlen. Viele Familien müssen genau nachrechnen, wofür sie Geld ausgeben. Sind sie deshalb "arm"?

Wer in Deutschland als arm gilt, das wird mit einer kniffligen Rechnung festgelegt – und "arm" bedeutet bei uns auch etwas anderes als in Afrika oder Südamerika. Dort hungern Kinder, leben auf der Straße und können keine Schule besuchen. Hierzulande wird man als "arm" bezeichnet, wenn man sehr viel weniger Geld hat als die meisten anderen Leute.

In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung einen Bericht veröffentlicht: Darin steht, wie viele reiche und arme Menschen es in Deutschland gibt. Wenn es um Kinder geht, ist das schwer zu sagen, denn sie selbst verdienen ja noch kein Geld. Sie sind arm, wenn ihre Familien es sind. Besonders oft geht es Kindern schlecht, wenn sie nur bei ihrer Mutter oder ihrem Vater aufwachsen, viele Geschwister haben oder wenn die Eltern arbeitslos sind. Insgesamt gibt es bei uns ungefähr zwei Millionen Kinder, die erleben müssen, dass das Geld zu Hause sehr, sehr knapp ist und manchmal nicht einmal für das Schulessen reicht. Wie man die Armut bekämpft, dazu gibt es verschiedene Ideen: Mehr Kindergeld für die Eltern gehört dazu; Ganztagsschulen (damit die Eltern arbeiten gehen können); und eine gute Ausbildung für alle Kinder, damit sie selbst später einen Beruf finden – und nicht arm bleiben!

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