Kind ohne Brustkrebsgen

Erstmals erwartet in Großbritannien eine Frau ein Kind, bei dem eine Veranlagung für Brustkrebs durch einen Gentest ausgeschlossen wurde, berichtet die Sunday Times. Mediziner am Londoner University College hatten elf in vitro gezeugte Embryos der Frau und ihres Ehemanns mit Präimplantationsdiagnostik auf gefährliche Veränderungen im BRCA1-Gen untersucht. Zwei Embryos mit dem gesunden Gen wurden eingepflanzt. In drei Generationen der Familie des Mannes waren sämtliche Frauen infolge defekter BRCA1-Gene an Brustkrebs erkrankt.

Prähistorische Pilgerfahrt

Dass Stonehenge ein gut besuchter Wallfahrtsort war, glauben britische Archäologen anhand dort entdeckter Rinderzähne belegen zu können (Science, Bd. 320, S. 1704). Isotopenanalysen zeigen, dass die Tiere aus weit entfernten Gegenden wie dem heutigen Wales zu dem rätselhaften Bauwerk getrieben wurden – als Nahrungsreserve der Pilger oder für rituelle Zwecke.

Kopfüber auf der Schleimspur

Süßwasserschnecken der Art Sorbeoconcha physidae gelingt es, kopfüber unten an der Wasseroberfläche entlangzukriechen. Wie das klappt, haben jetzt Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego herausgefunden: Die nur einen Zentimeter großen Tiere lassen sich von der Luft in ihren Häusern an die Oberfläche treiben. Dort formen sie ihre Fußfläche zu winzigen Wellen, die sich auf die Schleimschicht übertragen. An der Kontaktfläche zur Luft verformt sich der Schleim durch die Oberflächenspannung weniger als im Wasser. Dieser Unterschied reicht aus, um die Schnecke voranzubringen.