Walther Otremba hat einen Mentor: Theo Waigel, den früheren Bundesminister der Finanzen. Die beiden lernten sich in den achtziger Jahren im Ministerium kennen. Walther Otremba schrieb die Reden für CSU-Minister. Theo Waigel (Foto) ist es auch, der ihn im Jahr 2006 dem Wirtschaftsminister und Parteifreund Michael Glos empfiehlt, als dieser einen Nachfolger für seinen Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch sucht.

Otremba ist gebürtiger Schleswig-Holsteiner, er kommt am 23. September 1951 in Ahrensburg zur Welt. Sein Abitur macht er 1971 in Köln, und dort bleibt er zunächst auch. Am Staatswissenschaftlichen Institut der Universität Köln promoviert der Volkswirt 1980. Danach geht er für drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Monopolkommission, die damals noch in Köln sitzt.

1983 fängt Otremba als Referent im Bundesfinanzministerium an. Von 1986 an ist er Redenschreiber, 1990 wird er Referatsleiter, zunächst für Steuern, dann für Finanzpolitik. Später ist er zuständig für die Grundsatzfragen der Finanzpolitik – bis 1998 Rot-Grün an die Macht kommt. Bis 2002 bleibt Otremba noch in verschiedenen Positionen im Ministerium, dann übernimmt er für vier Jahre den Vorstandsvorsitz der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation. Seit 1. September 2006 ist er beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Ihm untersteht unter anderem die wichtige Grundsatzabteilung.

Otremba ist verheiratet und hat vier Kinder. Er wohnt bei Bonn. bro