Andres Veiel, geboren 1959 in Stuttgart, ist Dokumentarfilmer, Sachbuch-, Drehbuch- und Theaterautor. Seinen Durchbruch hatte er 2001 mit dem Film Black Box BRD, der die Lebensläufe des RAF-Terroristen Wolfgang Grams und des RAF-Opfers und Bankmanagers Alfred Herrhausen nachzeichnet. Veiel, der vor seiner Regie- und Dramaturgieausbildung Psychologie studierte, setzte aus Interviews von Zeitzeugen, nachgestellten Szenen und privaten Filmaufnahmen ein Bild der inneren Entwicklung beider Männer zusammen.

Black Box BRD wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis 2001 und dem Deutschen Filmpreis 2002. Auch andere seiner Werke sind preisgekrönt worden, zum Beispiel der Film Die Spielwütigen, eine Dokumentation über Schauspielschüler. Zurzeit arbeitet Andres Veiel an dem dokumentarischen Spielfilm Die frühen Jahre, der sich mit den Biografien Gudrun Ensslins , ihres Ehemanns Bernward Vesper und Andreas Baaders in der Vorgeschichte der RAF beschäftigt.