Sie frisst Insekten, heißt Peropteryx macrotis und wohnt mit 100 anderen Fledermausarten in einem wenige Hektar großen Regenwald im Osten Ecuadors in Südamerika. Das kleine Waldstück beherbergt damit mehr als ein Zehntel der schätzungsweise 900 weltweit existierenden Fledermausarten – das ist wohl eine höhere Artenvielfalt als irgendwo sonst auf der Erde. Selbst die Forscher, denen die Flattertiere ins Netz gegangen sind, waren davon überrascht: Zusammen mit Kollegen von der amerikanischen Boston University hatten die Biologen Katja Rex und Christian Voigt vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Fledermauspopulation rund um die Tiputini-Forschungsstation untersucht. Zum Vergleich: In Europa leben gerade einmal 30 Arten, 23 davon in Deutschland. Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse jetzt im Biological Journal of the Linnean Society veröffentlicht. etz