Natürlich kennt jeder Iris Berben. Rosa Roth, die Fernsehkommissarin, ist ein regelmäßiger Gast in den deutschen Wohnzimmern, so wie es in den Siebzigern Zwei himmlische Töchter und in den Achtzigern die Guldenburgs waren. Die Schauspielerin allerdings, die diese Rollen spielte und spielt, hat zwischen ihrem öffentlichen Wirken und ihrem Privatleben immer eine klare Grenze gezogen.

Iris Berben, die sich mit ZEIT- Redakteuren in Berlin traf, hat nur zwei Anliegen abseits ihrer Profession öffentlich bekannt gemacht: Sie unterstützt die Deutsche Aids-Stiftung. Und sie streitet seit vielen Jahren gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels. Viel Aufsehen erregte eine Reihe von Lesungen, in denen sie Passagen aus dem Tagebuch der Anne Frank mit gleichzeitig verfassten Notizen aus dem Tagebuch des Nazipropagandisten und Hitler-Vertrauten Josef Goebbels mischte. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sie im Jahr 2002 für ihr Engagement mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie unter anderem an einem Film über jüdischen Humor.