Der 10. Studierendensurvey ist Teil der Langzeitstudie "Studiensituation und studentische Orientierungen". Dafür wurden 28000 Studenten an 16 Universitäten und 9 Fachhochschulen nach dem Zufallsprinzip per Post zur Beteiligung aufgefordert. 8350 Studenten haben die Fragebögen ausgefüllt, die Rücklaufquote beträgt 32 Prozent. Die 25 Hochschulen in der Studie sind so ausgesucht, dass die Konstanzer Forscher eine möglichst breite Streuung über alle Bundesländer und Fächergruppen erreichen. Diese ausgefeilte Methodik hat zwei Ziele: Erstens können so repräsentative Aussagen über alle Studenten in Deutschland gemacht werden, zweitens sind die aktuellen Ergebnisse vergleichbar mit den Umfragen vergangener Jahre. Der Studierendensurvey ist auch deshalb so interessant, weil erst in der vergangenen Woche eine Umfrage des Hochschul-Informations-Systems im Auftrag von ZEIT CAMPUS sich mit dem Wertewandel unter Studenten auseinandergesetzt hatte. Während die Studenten laut Studierendensurvey höhere Leistungsnormen an den Hochschulen beobachten als noch vor wenigen Jahren und diese an sich auch für gut halten, verabschieden sie sich der CAMPUS-Studie zufolge gleichzeitig vom reinen Leistungsdenken und halten privates Glück bereits für wichtiger als Erfolg in Studium und Beruf.