Warum sollte man die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle kennen?

Weil man sich hier wie eine Prinzessin oder ein Prinz fühlen kann. Efeu rankt an den romanischen Mauern der Burg, die majestätisch auf dem Giebichenstein thront. Unten schlängelt sich die Saale durch die Stadt. Und hinter dem alten Gemäuer geht es den ganzen Tag nur um schöne Kleider und elegantes Design. Seit 93 Jahren wird in Halle bereits Kunst und Kunstgewerbe gelehrt. In den zwanziger Jahren war "die Burg" Zentrum der deutschen Emaillekunst, später kamen Bauhauskünstler nach Halle. In der DDR war die Schule die wichtigste Ausbildungsstätte für Designer und Künstler – der Bauarbeiterhelm wurde 1981 unter anderem hier entworfen. Heute beherbergt Burg Giebichenstein die einzige Uni-Modeklasse in den neuen Bundesländern. Dort wird zum Beispiel stilvolle Arbeitskleidung für BMW und Rewe designt. 2005 gewann Absolventin Bianca Koczan mit ihrer Abschlusskollektion den Studienpreis der Deutschen Bekleidungsindustrie.

Für welchen Studententyp ist das interessant?

Egal ob Bildhauerei, Virtual-Reality-Design oder Mode: Die Burg ist was für Individualisten. In kleinen Klassen mit zwölf Schülern gehen die Dozenten sehr individuell auf die Nachwuchskreativen ein. Auch die Pflichtpraktika sind exklusiv, Modestudenten gehen zu Alexander McQueen, Boss, H&M oder Rena Lange. Christian Fuchs

Studenten: 1039

Frauenanteil: 64 Prozent

Professoren: 51