In einem zweiten Leben würde ich nur eines nachholen: ein paar Semester im Ausland studieren, zum Beispiel an der Sorbonne in Paris, in England oder Venedig. Dass ich dies wegen dauernder Verpflichtungen in München versäumt habe, stinkt mir tatsächlich. Logisch, dass ich die unzulänglichen Sprachkenntnisse im Ruhestand aufmöbeln möchte. Meine schulischen Versäumnisse in Englisch und Französisch verfolgen mich schließlich schon seit Jahrzehnten.

Dafür wird ein anderer Plan B bereits praktiziert: Ich schreibe Zeitungskolumnen, bin Herausgeber juristischer Publikationen und veröffentliche alle paar Jahre satirische Bücher. Könnte ich meinen jetzigen Job nicht mehr ausüben, würde ich nur noch als Autor arbeiten – gemeinsam mit meiner Frau, die die Fotos macht. Ich sehe uns schon im Ferienhäuschen auf Mykonos: Bei einem Retsina werkeln wir an einem großen Tisch auf der Terrasse, mit Blick auf die Ägäis. Das ist ein berauschender Zustand voller Glücksgefühle.

Foto: Christof Stache/AP