Peter Rühmkorf: Paradiesvogelschiß

Keiner reimte so sorglos "oweh!" auf "Olé!", "irgendwie" auf "Poesie" wie Peter Rühmkorf, selbst als es ans Sterben ging. Und keiner blickte so liebevoll wie ironisch auf sein literarisches Leben zurück: "Gar nicht so schlecht gemacht, aber immer noch unterhalb der Unsterblichkeitsgrenze." Rühmkorfs letzter Gedichtband Paradiesvogelschiß, der vom Wunder einer geglückten Zeile wie dem Bruch eines Versfußes erzählt, erschien drei Monate vor seinem Tod im Juni und nun als Hörbuch. Seine Stimme dringt aus dem Poetenhimmel: "Was mich peinigt, / was mich juckt, / bleibt nicht in der Stille: / Hübsch gesetzt und fett gedruckt, / knackt es jede Hülle." Rainer Burkard

Hoffmann und Campe, 1 CD, 17,95 €