Lebensrettende Geier

Der dramatische Rückgang der Geierpopulation in Indien birgt auch Gefahren für den Menschen. Dies zeigten jetzt britische und indische Wissenschaftler (New Scientist, Bd. 2668, S. 14).Beinahe 50000 Todesfälle und Millionen von Bisswunden sind demnach indirekt darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Geier seit 1992 um 99,9 Prozent zurückgegangen ist. Dadurch konnten sich nämlich die ebenfalls vom Aas lebenden verwilderten Hunde vermehren – die Folge waren 38,5 Millionen zusätzliche Bisse, viele Opfer infizierten sich mit Tollwut. Ursache für das Geiersterben war der Entzündungshemmer Diclofenac, mit dem das Vieh behandelt wurde, bis das Mittel 2005 verboten wurde. Bei den Vögeln führt er zu Nierenversagen.

Grüner Geist im Kosmos

Als die niederländische Lehrerin Hanny van Arkel einen seltsamen grünen Nebel auf einem Teleskopbild entdeckte, entbrannte eine Diskussion unter den Hobbyastronomen. War das ein neues astronomisches Objekt? Mittlerweile untersuchen Wissenschaftler auf der ganzen Welt Hanny’s Voorwerp, zu Deutsch Hannys Objekt (BBC online): Ein 10000 Grad heißes Gasgemisch, angestrahlt vermutlich von einem selbst bereits erloschenen Quasar, dessen Licht aber noch immer im All unterwegs ist. Demnächst soll der "kosmische Geist" mit dem Weltraumteleskop Hubble genauer untersucht werden.

Saubere Zellen für ein langes Leben

Eine Erklärung für das Altern könnte sein, dass gewisse für die Zellreinigung wichtige Rezeptoren im Alter weniger werden, sodass beschädigte Eiweißmoleküle nicht recycelt werden. Forscher vom Albert Einstein College in New York haben diese Theorie nun bei Mäusen bestätigt (Nature Medicine online). Sie veränderten Mäuselebern gentechnisch so, dass die zelleigene Entsorgung defekter Proteine nicht abnahm. Daraufhin arbeiteten die Lebern alter Tiere genauso gut wie die von jungen. Die Forscher wollen nun testen, wie sich das auf Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer auswirkt, bei denen sich besonders viele beschädigte Proteine in den Zellen ansammeln.