Der in Finanzkreisen geschätzte Stadtstaat an der Straße von Malakka möchte weg vom Image der kontrollwütigen Bußgeldstadt. Am Ufer des Singapore River eröffneten vor einigen Jahren Kleinkunstbühnen, Musikkneipen und Galerien, hinter dem Raffles Hotel entstand eine riesige Bibliothek, in deren Umfeld sich bald ein Dutzend neuer Hochschulen ansiedeln werden – für Studenten aus aller Welt. Auch Reisende sollen künftig besser auf ihre Kosten kommen. Zwar kann sich der 4-Millionen-Einwohner-Staat nicht über zu wenige Touristen beklagen; im vergangenen Jahr kamen zehn Millionen Besucher, darunter 1641000 Deutsche. Allerdings kommen viele Gäste nur für einen Zwischenstopp. Auch das soll sich ändern. So wird auf Sentosa, der Freizeitinsel der Singapurer, gerade ein gigantischer Komplex mit Kongresszentren, Hotels und Kasinobetrieb gebaut. Im März wurde mit dem Singapore Flyer das mit 165 Metern höchste Riesenrad der Welt eröffnet. Im September startet die Formel 1 zum ersten Mal in Singapur.