DIE ZEIT: Wo wird Playmobil hergestellt?

Andrea Schauer: Den größten Teil produzieren wir hier in Dietenhofen in Bayern, aber alle menschlichen Figuren entstehen auf Malta, einer Insel im Mittelmeer. Bisher wurden dort schon 21,1 Milliarden Figuren gemacht. Würde man die aneinanderstellen, dann würde ihre Reihe zweieinhalbmal um die Weltkugel reichen. Die meisten Teile werden in Tschechien per Hand an Fließbändern in Tüten gefüllt. In Malta und in Tschechien verdienen die Arbeiter weniger als hier in Deutschland.

zeit: Im Werk riecht es sehr. Warum?

Schauer: Um die Teile gießen zu können, muss der Kunststoff erhitzt werden, dabei entstehen Dämpfe, die leider stark riechen. Und auch die Farben in der Druckerei riechen. Aber wenn wir wasserlösliche Farben nähmen, wären die Kinder schnell traurig, weil die Aufdrucke auf den Figuren nicht halten würden. Wir versuchen mit Absauganlagen die Gerüche zu verhindern, aber das kann leider nicht vollständig klappen. Wahrscheinlich gewöhnt man sich mit der Zeit auch daran.

zeit: Ist das für die Arbeiter gefährlich?

Schauer: Nein, das wird regelmäßig gemessen und vom Betriebsarzt geprüft.

zeit: Warum wollten Sie zunächst nicht die Chefin von Playmobil werden?